/ OUR JOURNEY

Mein Besuch bei La Terra E Il Cielo

Unser erster Partner, der uns immer wieder inspiriert!


Wir haben das Privileg, Produkte einer Genossenschaft vetreiben zu können, die unsere Werte und Vision teilt, vor allem im Hinblick auf vollständige Transparenz und soziale Gerechtigkeit. Als ich Vertreter der Genossenschaft zum ersten Mal traf, erzählte ich ihnen von unserer Idee, eine transparente Lieferkette zu implementieren, um Bauern aus Zentralindien bessere Vermarktungmöglichkeiten zu bieten. Die Geschichte von La Terra e Il Cielo, einer Genossenschaft mit heute 100 Mitgliedsbetrieben in den italienischen Marken, die vor 40 Jahren gegründet wurde, hat mich noch mehr motiviert, dieses Projekt zu realisieren.

Ich erreichte den Bahnhof von Senigallia am 2. Oktober, wo mich Veronica, eine Mitarbeiterin der Genossenschaft, abholte. Ich übernachtete in einem kleinen Dorf namens Montecarotto, von wo aus wir am nächsten Tag zur Genossenschaft fuhren. Ich begann den Besuch mit der Besichtigung der Steinmühle Molino Spoletini, die im Winter wie in alten Zeiten durch Wasserkraft angetrieben wird. Die Mühle wird bereits in der fünften Generation von Samuele betrieben und verwendet handwerklich gefertigte Mühlsteine (circa 200 Jahre alt) aus der Region. Aus einem Reservoir fließt Wasser durch ein 80cm langes Rohr und fällt dann aus 40 Metern Höhe, um die Turbine anzutreiben. Der Wasserdurchfluss von etwa 100 Liter pro Sekunde ist ausreichend, um die Mühle in Betrieb zu halten.

Die Getreidekörner, die bereits enthülst an die Mühle geliefert werden, werden zunächst mechanisch gebürstet, um Verunreinigungen zu entfernen. In modernen Mühlen geschieht dies bei hohen Temperaturen, was sich auf den Nährwert der Körner auswirkt. Der nächste Schritt ist das Mahlen zwischen den Mühlsteinen. Der Abstand der beiden Steine wird abhängig vom Mahlgut passend eingestellt. Das Mahlen erfolgt bei 30 bis 35 Grad Celsius, so bleiben die Nährstoffe erhalten. Zuletzt wird das Mehl in Papiersäcke für die Genossenschaft verpackt, die übrigbleibenden Kornbestandteile werden als Tierfutter verwendet.

Steinmühle

Der nächste Halt meines Besuchs war die Entschalungs anlage für die von den Bauern geernteten Rohkörner, die nach diesem ersten Verarbeitungsschritt von hier aus an verschiedene Verarbeitungszentren geschickt werden. Ein Beispiel für das Vor- und Nachschälen ist unten für Emmer dargestellt.

Vor dem Schälen Nach dem Schälen

Schließlich fuhren wir zum Sitz der Genossenschaft, um ihren Direktor Bruno Sebastianelli zu treffen, der La Terra e Il Cielo als ursprünglich biodynamisches Projekt vor 40 Jahren zusammen mit einigen anderen Landwirten gegründet hat.

Die Genossenschaft befindet sich in der Provinz Ancona, in der Nähe des Schlosses von Piticchio, inmitten der üppigen Hügel der Region Marken.

Als landwirtschaftliche Genossenschaft strebt La Terra e Il Cielo nach

  • Mehr Sicherheit und Schutz für Kleinbauern
  • Besseren Rechten von Arbeitern und ethischer Finanzierung
  • Nachhaltigen Anlagen: Gebäude mit Sonnenkollektoren
  • Nachhaltiger ökologischer Landwirtschaft durch diese Projekte: Humus , Rete Semi Rurali, ADESSO PASTA/CO-energia
  • Schutz von einheimischem Saatgut und Wiederbelebung alter Traditionen durch
    • Anbau von einheimischen und teils fast verlorenen Saatgutsorten wie TAGANRO’®
    • Bewahrung von Kulturerbe: Steinmühlen
    • Wertschätzung handwerklicher Fähigkeiten: Traditionelle Rezepte und Anbaumethoden

La Terra Gelände

Nach einer Mittagspause ging es zu einem Treffen mit Renato, einem der Gründungsmitglieder der Genossenschaft. Wir setzten uns zusammen und sprachen darüber, wie sie vor 40 Jahren ihren Weg begonnen haben, was sie damals motiviert hat und welchen Rat sie anderen Landwirten geben würden, die eine Genossenschaft gründen möchten. Das Gespräch dauerte etwa eine Stunde und berührte viele Aspekte, die uns besonders wichtig sind, rund um Transparenz und die Rechte von Landwirten. Die Audioaufnahme (wir haben Englisch und Italienisch verwendet) werde ich als Podcast hochladen. Vielen Dank für das gute Gespräch an Bruno, Renato und vor allem an Veronica, die für mich übersetzt hat!

Aus Zeitmangel konnte ich leider nicht mehr zur Partnerkooperative Isola Sociale fahren, die für uns Taralli produziert, wir haben sie aber für meinen nächsten Besuch eingeplant! Ich hoffe, ihr habt einen guten Überblick über La Terra E Il Cielo und die Menschen, die hinter den Produkten stehen, bekommen. Bitte meldet euch bei uns, wenn ihr Anregungen, Vorschläge oder Fragen habt.